Im Fokus: Franz West & Rudolf Polanszky

Bis Ende September 2016

Ausstellungsansicht Franz West, Rudolf Polanszky, 2016

Bis Ende September stehen Franz West und Rudolf Polanszky im Zentrum unserer Sammlungspräsentation.

Die beiden Künstler verband seit Beginn der 1970er-Jahre eine Freundschaft, die trotz komplett unterschiedlicher Kunstkonzeptionen bis zum Tod von Franz West bestand. „Während West die Position und Rolle, die Bedeutung und Rangierung, d. h. der Erfolg immens wichtig war, schien mir der soziale Aspekt, die Organisationsstruktur der Kunst der Kunstwelt eher degoutant und ablehnenswert zu sein“, so Polanszky. Die gegenseitige künstlerische Wertschätzung fand ihren Ausdruck in einer Reihe gemeinsamer Projekte. Zu erwähnen ist auch, dass Franz West Arbeiten von Rudolf Polanszky in seiner Privatwohnung hängen hatte.

Die Ausstellung konzentriert sich auf Collagen und Skulpturen von 1980 bis heute. In den Collagen spiegeln sich die unterschiedlichen künstlerischen Intentionen am auffälligsten wieder: Während West die Hochglanzwelt billiger Zeitschriften und Werbebroschüren zerstückelt, um sie als Zitate in seiner Ästhetik zu kritischen Anmerkungen und Kommentaren umzuwerten, tritt Polanszky gewissermaßen als Grundlagenforscher auf, der auf der Ebene opaker Materialien und durchkreuzter Schemata unsere Interpretationsmechanismen so zu reizen versucht, dass sie ihre Funktionsprinzipien preisgeben oder zumindest erahnen lassen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke aus der Sammlung, unter anderem von Siegfried Anzinger, Christian Eisenberger, Herbert Flois, Otto Muehl, Martin Kippenberger, Rita Nowak, Sigmar Polke, Lukas Pusch, Gerhard Richter, Rudolf Schwarzkogler, Miroslav Tichy und VALIE EXPORT.

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