*1940 in Tokio (J)
Japanerinnen, so heißt es, stehen Schlange, um von ihm fotografiert zu
werden: Nobuyoshi Araki löst sich in den 1970er-Jahren von der
Reportage-Fotografie und beginnt, das Zwischenmenschliche zu zeigen.
Mit dem intimen Fototagebuch seiner Flitterwochen, „Sentimental
Journey“ und den Bondage-Fotografien der „Kinbaku“-Serie erlangt er
Kultstatus. Teilweise wegen „Obszönität“ zensiert, greift der Künstler
die schwarzen Balken in manchen seiner Fotobücher ironisch auf und
zensiert mit Pinsel und Farbe selbst.