Sound nimmt in Ulla Rauters Arbeiten immer wieder einen gleichberechtigten Stellenwert zur bildhaften Darstellung ein. In „Voice-Shapes“ (2008/09) bewegt sich die Künstlerin an der Schnittstelle von Klang und Bild, transferiert das eine Medium in das andere, bannt die Flüchtigkeit der Stimme in Objekte. Ausgangsmaterial sind von ihr gesprochene Worte, deren Frequenzen Rauter in ein 3D-Modell übersetzt. Die Bildtafeln weisen lamellenartige Erhöhungen ähnlich geologischen Feldern auf. Nur Kenner können die Worte lesen: „Stille“ bedeutet die in Styrodur gefräste, vor eine Leuchttafel gesetzte Landschaft; „Void“ – phonetisch ähnlich zu „Voice“ – steht auf dem anderen Klangbild, das zur objekthaften Spur im Raum wird.